Erfolgreicher Saisonabschluss der Mixed Liga in Kronberg

Sonnenschein, anspruchsvolle Trails und starke Teamleistungen: Die TG Tria Rüsselsheim beendet die Saison mit einem zweiten Platz in der hessischen Mixed-Liga-Gesamtwertung.

Am 3. Oktober 2026 stand für uns der letzte Liga-Wettkampf der Saison auf dem Programm. Beim Bike & Run in Kronberg im Taunus gingen Theresa, Hanna, Julian und Christoph bei strahlendem Sonnenschein an den Start und sorgten für einen gelungenen Abschluss eines erfolgreichen Wettkampfjahres. Jeder Verein startete mit einem Frauen- und einem Männerteam. Am Ende wurden die beiden Zielzeiten der Teams addiert.

Nicht nur Ausdauer und Schnelligkeit waren gefragt, sondern auch eine gute Abstimmung innerhalb der Teams. Auf der rund 13 Kilometer langen Strecke, die in vier Runden zu absolvieren war, wechselten sich jeweils ein laufendes Teammitglied und ein auf dem Mountainbike fahrendes Teammitglied ab. Wie oft die beiden ihre Rollen tauschten, blieb ihnen selbst überlassen. Dadurch waren neben der sportlichen Leistung auch taktisches Geschick und eine gute Kommunikation entscheidend.

Zunächst startete ein Teammitglied mit zwei Stadionrunden. Danach sammelte er oder sie den jeweiligen Teampartner ein und es ging auf die erste Runde. Die Strecke führte durch ein Waldstück in Kronberg und hatte es durchaus in sich. Ein paar Höhenmeter und einige Wurzeln machten die Strecke herausfordernd. Konzentration und Fahrtechnik waren durchaus gefragt, machten das ganze Rennen aber auch sehr spannend und spaßig.

Besonders erfolgreich verlief das Rennen für das Männerteam Christoph und Julian. Sie erreichten als viertes Team der gesamten Mixed-Liga das Ziel und unterstrichen damit die starke Leistung unserer Mixed Liga in dieser Saison. Aber auch das Frauenteam mit Theresa und Hanna bestritt einen erfolgreichen Wettkampf nachdem die Tage zuvor noch nicht klar stand, ob es krankheitsbedingt überhaupt ein Frauenteam geben wird.

Mit dem Rennen in Kronberg endete zugleich die diesjährige Ligasaison. In der Wertung der Mixed-Liga an diesem Tag belegte die TG Tria Rüsselsheim den siebten Platz. Noch erfreulicher fiel das Ergebnis aber in der hessischen Gesamtwertung aus: Hier sicherte sich das Team einen hervorragenden zweiten Platz.

Deshalb nochmal ein großes Dankeschön an Starterinnen und Starter der diesjährigen Mixed Liga. Wir freuen uns auf nächstes Jahr und hoffen auf eine genauso erfolgreiche Saison, aber vor allem weiterhin ganz viel Spaß an den Wettkämpfen und gegenseitige Unterstützung im Verein. <3

Meine Reise von Rovereto ans Nordkap beim NC4K 2025 (Tag 6)

Sechste Etappe vom NC4K von Degeberga nach Gränna 303,55km 11:51:46Std.

Die erste Nacht in Schweden und die Etappe nach Gränna

Die erste Nacht in Schweden war zwar kurz, aber dennoch konnten wir gut schlafen. Nach dem üblichen Frühstück, das diesmal aus den Resten des Abendessens bestand, starteten wir bereits gegen 6:00 Uhr wieder auf unsere Räder. Für diesen Tag hatten wir uns einiges vorgenommen: Über 300 Kilometer lagen vor uns, mit dem Ziel Gränna, wo wir das dritte Gate erreichen wollten. Allerdings war uns bereits klar, dass wir keinen Stempel mehr erhalten würden, da wir erst am Abend dort ankommen würden und die Touristinfo dann schon geschlossen hätte. Das stellte jedoch kein Problem dar, denn der Veranstalter konnte dank GPS-Ortung nachvollziehen, dass wir das Gate tatsächlich passiert hatten.

Wie auch an den vorherigen Tagen mussten wir zunächst etwa 60 Kilometer absolvieren, bevor wir die Gelegenheit fanden, einen Kaffee zu trinken und Lebensmittel einzukaufen. Der Tag bescherte uns bestes Wetter: Rückenwind und Sonnenschein sorgten dafür, dass wir zügig vorankamen. Die Strecke führte uns vorbei an zahlreichen roten Schwedenhäusern, durch endlose Wälder und an einer Tankstelle mit dem bemerkenswerten Namen „Ingo“.

Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählten die ersten großen Seen, unter anderem der Vidösternsee und der imposante Vätternsee, an dessen Ufer auch unser Tagesziel Gränna lag. Ich stellte mir vor, wie entspannt es wäre, einfach gemütlich am See entlang zu rollen – doch diese Hoffnung war verfrüht. Kurz vor Gränna führte die Strecke noch einmal steil bergauf, sodass wir ordentlich Höhenmeter sammeln mussten.

Gränna begrüßte uns schließlich mit Sonnenschein und vielen hübschen kleinen Läden. Überall wurden die berühmten Zuckerstangen angeboten, für die der Ort bekannt ist. Leider blieb keine Zeit für einen ausgedehnten Bummel oder Sightseeing. Stattdessen besuchten wir noch schnell den Supermarkt, wo wir auf einige interessierte Deutsche trafen, die neugierig nach unserer Herkunft und unserem weiteren Weg fragten. Unsere Erzählungen sorgten für großes Staunen.

Voll ausgerüstet machten wir uns auf den Weg zur Unterkunft. Dort erwartete uns ein kleines, einladendes Schwedenhaus mit herrlichem Blick auf den See und den Sonnenuntergang. Die Gastgeberin war ausgesprochen herzlich, zeigte uns alles und konnte kaum glauben, was wir noch vorhatten. Nach einer erfrischenden Dusche und dem Waschen der Wäsche ließ ich mir das Abendessen auf der Terrasse schmecken – es gab wie so oft Wraps, dazu etwas Obst und ein süßes Stückchen.

Der Blick auf den funkelnden See und die angenehme Ruhe nach einem langen Tag sorgten für einen gelungenen Abschluss. Die Gedanken schweiften bereits zu den kommenden Etappen und den bevorstehenden Herausforderungen. Nach einem kurzen Gespräch über die Route für den nächsten Tag ließen wir den Abend entspannt ausklingen und genossen die friedliche Atmosphäre des kleinen Schwedenhauses.

Gate Gränna

Meine Reise von Rovereto ans Nordkap beim NC4K 2025 (Tag 2)

Zweite Etappe NC4K von Mittenwald nach Amberg 317km, 2401hm, 13:15:54Std

Nach einer gefühlt viel zu kurzen Nacht klingelte um kurz vor fünf der Wecker. Müde, aber entschlossen, hieß es, raus aus den Federn, etwas essen, die Räder packen und sich direkt wieder in den Regen begeben, der uns schon am Vorabend begleitet hatte.

Das Tagespensum war anspruchsvoll: 317 Kilometer und 2400 Höhenmeter lagen vor uns. Außerdem erwartete uns der erste Stempel in München. Immerhin waren die Klamotten einigermaßen trocken, doch das sollte nicht lange so bleiben – der Regen war ein treuer Begleiter.

Nach einem kurzen Check – frisches Öl auf die Kette – machten wir uns auf den Weg zurück zu dem Punkt, an dem wir am Vorabend die Strecke verlassen hatten. Dort starteten wir in die zweite Etappe in Richtung München. Die Landschaft bot viel Abwechslung und herrliche Ausblicke. Besonders in Erinnerung blieb die Passage am Sylvensteinspeicher, wo uns plötzlich Fritz Meinecke überholte.

Für zusätzliche Motivation sorgten Freunde von Jörg, die uns unterwegs anfeuerten und dass ein oder andere kleine „Guddi“ dabeihatten. Doch auch an diesem Tag blieben wir nicht trocken – zeitweise zwang uns ein heftiges Gewitter dazu, Schutz zu suchen und uns unterzustellen.

Kurz vor Gate 1 in München stellte ich fest, dass mein Vorderrad schwammig wurde – der erste Platten der Tour kündigte sich an. Glücklicherweise war es bis zum Checkpoint nicht mehr weit, sodass wir ohne zusätzliche Pause das Gate erreichten. Dort gab es den ersten Stempel, und während ich den Schlauch flickte – ein kleiner Splitter hatte sich in den Mantel gebohrt –, sorgte Jörg für den ersten Kaffee des Tages. Darauf, dass dies mein einziger Defekt auf der gesamten Tour bleiben sollte, hätte ich zu diesem Zeitpunkt nicht gewettet.

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es weiter. Es zeichnete sich bereits ab, dass es auf dieser Tour nicht immer leicht sein würde, an den ersten Kaffee zu kommen – manchmal mussten wir bis zu 120 Kilometer dafür fahren.

In einer Bäckerei deckten wir uns mit süßen Teilchen und belegten Brötchen ein, um für die verbleibenden gut 200 Kilometer am Tag gerüstet zu sein. Da es Sonntag war, nutzten wir auf dem Weg nach Amberg die ein oder andere Tankstelle, um die Vorräte aufzufüllen. Mit zunehmend besserem Wetter erreichten wir am Abend unser Hotel in Amberg.

Nach kurzer Schlüsselsuche bezogen wir unser Zimmer, das schon eine deutliche Verbesserung zur vorherigen Unterkunft darstellte. Die Routine des Ankommens setzte ein: Wäsche waschen, elektronische Geräte laden, duschen und essen. Schließlich fielen wir müde ins Bett und wünschten uns eine erholsame Nacht.

Ingo und Jörg

Meine Reise von Rovereto ans Nordkap beim NC4K 2025 (Tag 1)

Erste Etappe vom NC4K, von Rovereto nach Mittenwald 277km, 2756hm, 12:14:19Std

Der Start meines Abenteuers: Von Rovereto Richtung Nordkap

Am 26.07.2025 um 08:00 Uhr war es endlich soweit, nach über sieben Monaten intensiver Vorbereitung fiel der Startschuss zu meinem bislang größten Radabenteuer.
Bereits am Sonntag, dem 20.07.2025, reiste ich mit dem Auto nach Rovereto an. Diese Zeit vor dem Rennen nutzte ich, um ein wenig zur Ruhe zu kommen, einen Friseur aufzusuchen, ausreichend Schlaf zu finden und gutes Essen zu genießen. Unter anderem unternahm ich eine entspannte Radtour zum Gardasee und ließ mir das „dolce Vita“ schmecken. Für Donnerstag war geplant, dass Sandra, Jörg und Emi mit der Bahn nachkommen sollten. Aufgrund eines Murenabgangs am Brenner fuhr jedoch keine Bahn über Innsbruck hinaus. Also sprang ich ins Auto, fuhr nach Innsbruck und sammelte die drei samt Rädern ein, sodass wir pünktlich um 20:00 Uhr gemeinsam in einer Pizzeria in Rovereto saßen und Pizza und Pasta genossen. Im Anschluss machten wir noch einen Spaziergang durch Rovereto – ein leckeres Eis durfte dabei natürlich nicht fehlen.
Am Freitag stand die Startnummernausgabe und das offizielle Briefing zum NC4K auf dem Programm. Dabei hatte ich endlich Gelegenheit, Madlen persönlich kennenzulernen, mit der ich zuvor nur per Instagram und WhatsApp Kontakt hatte. Unsere Aufregung war deutlich spürbar. Außerdem traf ich Neil wieder, den ich am Tag zuvor kennengelernt hatte – er war extra aus Australien angereist, was mich sehr beeindruckte. Besonders faszinierend fand ich, dass Teilnehmer aus insgesamt 45 Nationen am Start waren.
Nach einer kurzen Nacht ging es am frühen Morgen zum Start. Sandra und Emi kamen mit dem Auto nach, um uns für die lange Reise zu verabschieden. Vor Ort trafen wir erneut auf Neil, Madlen und Fritz. Gemeinsam fieberten wir dem großen Moment entgegen. Zusammen mit 350 weiteren Athletinnen und Athleten begaben wir uns schließlich um 08:00 Uhr auf die 4000 Kilometer lange Reise Richtung Nordkap – ein Ziel, das zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt und kaum greifbar erschien.
Leichter Nieselregen begleitete uns zum Start, doch die Stimmung blieb hervorragend. Gemächlich rollten wir aus Rovereto hinaus, zwischen hohen Bergen und weiten Obstfeldern. Es ging zunächst flach Richtung Brenner und Österreich. Als das Wetter besser wurde, konnten wir die Regenklamotten ausziehen – nicht ahnend, dass wir sie während der gesamten Tour noch oft brauchen würden. In Bozen überraschten uns Freunde aus dem Verein, die zuvor das Giro Dolomiti gefahren waren. Nach einem kurzen Austausch fuhren wir weiter.
Für den heutigen Tag standen 277 Kilometer und knapp 2800 Höhenmeter bis nach Mittenwald auf dem Plan. Nachdem wir den Brenner erreicht hatten, führte die Strecke über mehrere Stunden kontinuierlich bergauf. Oben angekommen, setzte erneut Regen ein, der uns bis nach Mittenwald begleiten sollte. Also wieder hinein in die Regenkleidung und einfach immer weiterfahren. Durch Innsbruck hindurch bewegten wir uns dem Etappenziel entgegen, mussten jedoch zuvor noch eine Einkaufsmöglichkeit finden. In Telfs, kurz vor dem Buchenpass, konnten wir uns und einige andere Teilnehmer an einer Tankstelle mit dem Nötigsten versorgen.
Gestärkt starteten wir in den 5,6 Kilometer langen und durchschnittlich 8,9 % steilen Anstieg. Inzwischen war es dunkel, und wir kämpften uns durch starken Regen bis nach Mittenwald. Nach weiteren 30 Kilometern erreichten wir schließlich unser Ziel und die erste Unterkunft. Diese begrüßte uns mit dem Charme der 70er Jahre – einfach, aber mit allem ausgestattet, was wir brauchten. Auf der Heizung versuchte ich meine nassen Klamotten und Schuhe zu trocknen. Nach einer heißen Dusche und einem spartanischen Abendessen fielen wir erschöpft, aber zufrieden in die Betten und in den Schlaf.

Ein typischer Einkauf, um alle Speicher wieder zu füllen