Kinzigman 2026

Der Kinzigman 2026 nahm in diesem Jahr einen ungewohnten Verlauf: Aufgrund der sehr kühlen Wasser- und Außentemperaturen wurde der Wettbewerb erstmals nicht als Triathlon, sondern als Duathlon ausgetragen. Zudem fand das Rennen im Teamsprint-Format statt, bei dem der gesamte Wettkampf gemeinsam absolviert werden musste. Zu bewältigen waren zunächst drei kurze Laufrunden über insgesamt rund 2 Kilometer, danach zwei Radrunden über 20 Kilometer und zum Abschluss vier weitere Laufrunden über etwa 5 Kilometer. Typisch für dieses Format ist, dass sich das Team auf dem Rad in der Führungsarbeit abwechselt, während die dahinterfahrenden Athleten vom Windschatten profitieren. Beim Laufen ist es außerdem erlaubt, Teamkollegen aktiv zu schieben, um das Tempo innerhalb der Gruppe möglichst hochzuhalten.

Für die TG Tria Rüsselsheim gingen Yannic Kuhn, Thomas Hauck, Julian Burow, Christoph Lasinski und Frank Hoffmann an den Start. In der Teamwertung belegte das Team mit einer Zeit von 01:07:59,76 unter insgesamt 11 Mannschaften den 7. Platz.  Mit Blick auf die Aufstellung waren die Erwartungen im Vorfeld zwar etwas höher, das Ergebnis kann angesichts des in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Niveaus in der Hessenliga dennoch als solide eingeordnet werden.

Auf dem Rad hielt TG Tria Rüsselsheim im Vergleich zu den anderen Teams noch vergleichsweise gut mit. Der Rückstand zu den höher platzierten Mannschaften entstand überwiegend in den Laufabschnitten – sowohl in den drei kurzen Auftaktrunden als auch im abschließenden Laufblock. Frank Hoffmann, Thomas Hauck und Yannic Kuhn gehörten zu den stärkeren Radfahrern im Team und übernahmen dort vermehrt Führungsarbeit. Besonders Yannic Kuhn überzeugte mit einer sehr starken Radleistung. Julian Burow und Christoph Lasinski brachten ihre Stärken vor allem im Laufen ein und unterstützten phasenweise auch ihre Teamkollegen. Damit wurde deutlich, wie stark dieses Format davon lebt, dass unterschiedliche Qualitäten innerhalb des Teams möglichst wirkungsvoll eingebracht werden.

Unabhängig vom sportlichen Ergebnis präsentierte sich die Veranstaltung als sehr sympathisch und gut organisiert. Grundsätzlich herrschte sonniges und sehr schönes Wetter, auch wenn der Morgen noch kühl war. Positiv in Erinnerung blieb auch die Zielverpflegung mit alkoholfreiem Bier und Kuchen. Etwas unglücklich wirkte dagegen, dass ein Auschecken erst möglich war, nachdem der letzte Einzelstarter mit dem Rad zurückgekehrt war. So ergab sich eine zusätzliche Wartezeit, die jedoch bei sonnigem Wetter und inzwischen angenehmen Temperaturen für ein entspanntes Ausklingen des Wettkampftages genutzt werden konnte.

Auftaktsieg für die TG Tria Rüsselsheim

Der 18. Short-Track Triathlon in Griesheim (Darmstadt) am 10.05.2026 war für die TG Tria Rüsselsheim der erste Wettkampf der Saison – und zugleich der erste Start in der Masterliga ab 50. Bereits um 7 Uhr traf sich das Team vor Ort und startete entsprechend früh in den Tag. Für Frank Hofmann war der Wettkampfort zudem etwas Besonderes, da er in dieser Sportstätte einst seinen Zivildienst geleistet hatte und herzlich empfangen wurde. Die äußeren Bedingungen waren insgesamt sehr gut: Am Morgen war es zwar noch etwas kühl, doch wirklich gefroren hat niemand. Spätestens auf der Laufstrecke waren die Temperaturen dann sehr angenehm.

Schon beim Schwimmen brachte Carlos Yela die TG Tria Rüsselsheim in eine hervorragende Ausgangsposition und kam als schnellster Athlet des gesamten Feldes aus dem Wasser. Das Hallenbad und auch das Wasser waren sehr warm, spielten für den Wettkampfverlauf jedoch keine besondere Rolle. Christoph Lasinski hielt die Mannschaft ebenfalls früh in der Spitzengruppe, während Thomas Hauck nach dem Schwimmen zunächst etwas weiter zurücklag. Auf der Radstrecke zeigte Thomas Hauck dann die beste Radleistung des gesamten Feldes und zog dabei an Christoph Lasinski vorbei. Für Thomas Hauck und Frank Hofmann erwiesen sich die Überholverbotszonen auf der Brücke allerdings als nachteilig, da sie dort durch langsamere Teilnehmer aufgehalten wurden oder zuvor mit hohem Tempo noch Positionen gutmachen mussten. Auf der Laufstrecke konnte Christoph Lasinski wiederum kontern und Thomas Hauck im Rennverlauf wieder überholen. Wie geschlossen die Mannschaft insgesamt auftrat, zeigte sich auch im Klassement: Carlos Yela belegte Rang zwei, Christoph Lasinski folgte auf Platz vier, Thomas Hauck kam als Siebter ins Ziel und Frank Hofmann rundete das starke Ergebnis mit Rang acht ab.

Mit dem ersten Platz in der Mannschaftswertung gelang der TG Tria Rüsselsheim ein rundum erfolgreicher Saisonauftakt. Auch wenn im Team selbst die Hoffnung auf ein gutes Abschneiden vorhanden war, kam der souveräne Einstand für viele der etablierten Mannschaften durchaus überraschend. Die Veranstaltung war sehr sympathisch organisiert und bot beste Voraussetzungen für einen gelungenen Wettkampf. Nach der Siegerehrung gegen 11 Uhr blieb für alle noch genügend Zeit, den Muttertag mit der Familie zu verbringen. Umso schöner war es, dass der Auftakt nicht nur sportlich erfolgreich verlief, sondern auch die Vorfreude auf die kommenden Wettkämpfe steigerte: In dieser Saison stehen noch drei weitere Wettkämpfe in der Masterliga an.