Meine Reise von Rovereto ans Nordkap beim NC4K 2025 (Tag 1)

Erste Etappe vom NC4K, von Rovereto nach Mittenwald 277km, 2756hm, 12:14:19Std

Der Start meines Abenteuers: Von Rovereto Richtung Nordkap

Am 26.07.2025 um 08:00 Uhr war es endlich soweit, nach über sieben Monaten intensiver Vorbereitung fiel der Startschuss zu meinem bislang größten Radabenteuer.
Bereits am Sonntag, dem 20.07.2025, reiste ich mit dem Auto nach Rovereto an. Diese Zeit vor dem Rennen nutzte ich, um ein wenig zur Ruhe zu kommen, einen Friseur aufzusuchen, ausreichend Schlaf zu finden und gutes Essen zu genießen. Unter anderem unternahm ich eine entspannte Radtour zum Gardasee und ließ mir das „dolce Vita“ schmecken. Für Donnerstag war geplant, dass Sandra, Jörg und Emi mit der Bahn nachkommen sollten. Aufgrund eines Murenabgangs am Brenner fuhr jedoch keine Bahn über Innsbruck hinaus. Also sprang ich ins Auto, fuhr nach Innsbruck und sammelte die drei samt Rädern ein, sodass wir pünktlich um 20:00 Uhr gemeinsam in einer Pizzeria in Rovereto saßen und Pizza und Pasta genossen. Im Anschluss machten wir noch einen Spaziergang durch Rovereto – ein leckeres Eis durfte dabei natürlich nicht fehlen.
Am Freitag stand die Startnummernausgabe und das offizielle Briefing zum NC4K auf dem Programm. Dabei hatte ich endlich Gelegenheit, Madlen persönlich kennenzulernen, mit der ich zuvor nur per Instagram und WhatsApp Kontakt hatte. Unsere Aufregung war deutlich spürbar. Außerdem traf ich Neil wieder, den ich am Tag zuvor kennengelernt hatte – er war extra aus Australien angereist, was mich sehr beeindruckte. Besonders faszinierend fand ich, dass Teilnehmer aus insgesamt 45 Nationen am Start waren.
Nach einer kurzen Nacht ging es am frühen Morgen zum Start. Sandra und Emi kamen mit dem Auto nach, um uns für die lange Reise zu verabschieden. Vor Ort trafen wir erneut auf Neil, Madlen und Fritz. Gemeinsam fieberten wir dem großen Moment entgegen. Zusammen mit 350 weiteren Athletinnen und Athleten begaben wir uns schließlich um 08:00 Uhr auf die 4000 Kilometer lange Reise Richtung Nordkap – ein Ziel, das zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt und kaum greifbar erschien.
Leichter Nieselregen begleitete uns zum Start, doch die Stimmung blieb hervorragend. Gemächlich rollten wir aus Rovereto hinaus, zwischen hohen Bergen und weiten Obstfeldern. Es ging zunächst flach Richtung Brenner und Österreich. Als das Wetter besser wurde, konnten wir die Regenklamotten ausziehen – nicht ahnend, dass wir sie während der gesamten Tour noch oft brauchen würden. In Bozen überraschten uns Freunde aus dem Verein, die zuvor das Giro Dolomiti gefahren waren. Nach einem kurzen Austausch fuhren wir weiter.
Für den heutigen Tag standen 277 Kilometer und knapp 2800 Höhenmeter bis nach Mittenwald auf dem Plan. Nachdem wir den Brenner erreicht hatten, führte die Strecke über mehrere Stunden kontinuierlich bergauf. Oben angekommen, setzte erneut Regen ein, der uns bis nach Mittenwald begleiten sollte. Also wieder hinein in die Regenkleidung und einfach immer weiterfahren. Durch Innsbruck hindurch bewegten wir uns dem Etappenziel entgegen, mussten jedoch zuvor noch eine Einkaufsmöglichkeit finden. In Telfs, kurz vor dem Buchenpass, konnten wir uns und einige andere Teilnehmer an einer Tankstelle mit dem Nötigsten versorgen.
Gestärkt starteten wir in den 5,6 Kilometer langen und durchschnittlich 8,9 % steilen Anstieg. Inzwischen war es dunkel, und wir kämpften uns durch starken Regen bis nach Mittenwald. Nach weiteren 30 Kilometern erreichten wir schließlich unser Ziel und die erste Unterkunft. Diese begrüßte uns mit dem Charme der 70er Jahre – einfach, aber mit allem ausgestattet, was wir brauchten. Auf der Heizung versuchte ich meine nassen Klamotten und Schuhe zu trocknen. Nach einer heißen Dusche und einem spartanischen Abendessen fielen wir erschöpft, aber zufrieden in die Betten und in den Schlaf.

Ein typischer Einkauf, um alle Speicher wieder zu füllen

Hessenmeisterschaft beim Heinerman Darmstadt 2026

Triathlon, Duathlon und wieder Triathlon. Nach einem Hin und Her bezüglich des Schwimmens wurde das Schwimmen zwei Tage vor dem Wettkampf doch wieder freigegeben und wir konnten den ursprünglich geplanten Triathlon absolvieren. Gerade bei der Hitze habe ich mich darüber sehr gefreut. Da die 3./4./5. HTL und zusätzlich Jedermänner und -frauen auf der Sprint- und Olympischen Distanz starteten, war es vor allem beim Schwimmen ziemlich voll. Außerdem war das Wasser im Woog aufgrund der hohen Temperaturen in den letzten Wochen ganz schön warm. Auf der Radstrecke zog sich das Feld dann etwas auseinander. Da die Radstrecke überwiegend im Schatten lag, merkte man die Hitze zu dem Zeitpunkt noch nicht so stark. Die Laufstrecke hingegen verlief durch die Felder und gerade auf dem leicht ansteigenden Hinweg der Wendepunktstrecke gab es so gut wie keinen Schatten. Deshalb wurde jede Verpflegungsstation zum Trinken und Kühlen genutzt. Auch einige Anwohner zeigten vollen Einsatz, indem sie mit Wasserflaschen, Spritzpistolen oder Gartenschläuchen für Abkühlung sorgten.
Am Ende waren alle froh, im Ziel angekommen zu sein und sich mit Wasser, Cola und Wassermelone wieder stärken zu können. Die kalte Dusche im Ziel und das Angebot für eine Massage von angehenden Physiotherapeuten aus Darmstadt haben ebenfalls einige in Anspruch genommen.

Für die 4.HTL standen bei uns Olaf, Carlos, Frank, Thomas und Hanna am Start. Zudem startete Elke in der offenen Wertung. Abgesehen von der Liga-Wertung wurden dieses Jahr beim Heinerman auch die Hessenmeisterschaften auf der Sprint-Distanz ausgetragen.

Am Ende wurde es der 3. Platz für unsere 4. HTL und ein 2. Platz in der AK für Elke. Auch die Liga-Starter räumten ein paar gute Platzierungen in der Wertung der Hessenmeisterschaft ab.
So kann es weitergehen 🙂

Kinzigman 2026

Der Kinzigman 2026 nahm in diesem Jahr einen ungewohnten Verlauf: Aufgrund der sehr kühlen Wasser- und Außentemperaturen wurde der Wettbewerb erstmals nicht als Triathlon, sondern als Duathlon ausgetragen. Zudem fand das Rennen im Teamsprint-Format statt, bei dem der gesamte Wettkampf gemeinsam absolviert werden musste. Zu bewältigen waren zunächst drei kurze Laufrunden über insgesamt rund 2 Kilometer, danach zwei Radrunden über 20 Kilometer und zum Abschluss vier weitere Laufrunden über etwa 5 Kilometer. Typisch für dieses Format ist, dass sich das Team auf dem Rad in der Führungsarbeit abwechselt, während die dahinterfahrenden Athleten vom Windschatten profitieren. Beim Laufen ist es außerdem erlaubt, Teamkollegen aktiv zu schieben, um das Tempo innerhalb der Gruppe möglichst hochzuhalten.

Für die TG Tria Rüsselsheim gingen Yannic Kuhn, Thomas Hauck, Julian Burow, Christoph Lasinski und Frank Hoffmann an den Start. In der Teamwertung belegte das Team mit einer Zeit von 01:07:59,76 unter insgesamt 11 Mannschaften den 7. Platz.  Mit Blick auf die Aufstellung waren die Erwartungen im Vorfeld zwar etwas höher, das Ergebnis kann angesichts des in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Niveaus in der Hessenliga dennoch als solide eingeordnet werden.

Auf dem Rad hielt TG Tria Rüsselsheim im Vergleich zu den anderen Teams noch vergleichsweise gut mit. Der Rückstand zu den höher platzierten Mannschaften entstand überwiegend in den Laufabschnitten – sowohl in den drei kurzen Auftaktrunden als auch im abschließenden Laufblock. Frank Hoffmann, Thomas Hauck und Yannic Kuhn gehörten zu den stärkeren Radfahrern im Team und übernahmen dort vermehrt Führungsarbeit. Besonders Yannic Kuhn überzeugte mit einer sehr starken Radleistung. Julian Burow und Christoph Lasinski brachten ihre Stärken vor allem im Laufen ein und unterstützten phasenweise auch ihre Teamkollegen. Damit wurde deutlich, wie stark dieses Format davon lebt, dass unterschiedliche Qualitäten innerhalb des Teams möglichst wirkungsvoll eingebracht werden.

Unabhängig vom sportlichen Ergebnis präsentierte sich die Veranstaltung als sehr sympathisch und gut organisiert. Grundsätzlich herrschte sonniges und sehr schönes Wetter, auch wenn der Morgen noch kühl war. Positiv in Erinnerung blieb auch die Zielverpflegung mit alkoholfreiem Bier und Kuchen. Etwas unglücklich wirkte dagegen, dass ein Auschecken erst möglich war, nachdem der letzte Einzelstarter mit dem Rad zurückgekehrt war. So ergab sich eine zusätzliche Wartezeit, die jedoch bei sonnigem Wetter und inzwischen angenehmen Temperaturen für ein entspanntes Ausklingen des Wettkampftages genutzt werden konnte.

Auftaktsieg für die TG Tria Rüsselsheim

Der 18. Short-Track Triathlon in Griesheim (Darmstadt) am 10.05.2026 war für die TG Tria Rüsselsheim der erste Wettkampf der Saison – und zugleich der erste Start in der Masterliga ab 50. Bereits um 7 Uhr traf sich das Team vor Ort und startete entsprechend früh in den Tag. Für Frank Hofmann war der Wettkampfort zudem etwas Besonderes, da er in dieser Sportstätte einst seinen Zivildienst geleistet hatte und herzlich empfangen wurde. Die äußeren Bedingungen waren insgesamt sehr gut: Am Morgen war es zwar noch etwas kühl, doch wirklich gefroren hat niemand. Spätestens auf der Laufstrecke waren die Temperaturen dann sehr angenehm.

Schon beim Schwimmen brachte Carlos Yela die TG Tria Rüsselsheim in eine hervorragende Ausgangsposition und kam als schnellster Athlet des gesamten Feldes aus dem Wasser. Das Hallenbad und auch das Wasser waren sehr warm, spielten für den Wettkampfverlauf jedoch keine besondere Rolle. Christoph Lasinski hielt die Mannschaft ebenfalls früh in der Spitzengruppe, während Thomas Hauck nach dem Schwimmen zunächst etwas weiter zurücklag. Auf der Radstrecke zeigte Thomas Hauck dann die beste Radleistung des gesamten Feldes und zog dabei an Christoph Lasinski vorbei. Für Thomas Hauck und Frank Hofmann erwiesen sich die Überholverbotszonen auf der Brücke allerdings als nachteilig, da sie dort durch langsamere Teilnehmer aufgehalten wurden oder zuvor mit hohem Tempo noch Positionen gutmachen mussten. Auf der Laufstrecke konnte Christoph Lasinski wiederum kontern und Thomas Hauck im Rennverlauf wieder überholen. Wie geschlossen die Mannschaft insgesamt auftrat, zeigte sich auch im Klassement: Carlos Yela belegte Rang zwei, Christoph Lasinski folgte auf Platz vier, Thomas Hauck kam als Siebter ins Ziel und Frank Hofmann rundete das starke Ergebnis mit Rang acht ab.

Mit dem ersten Platz in der Mannschaftswertung gelang der TG Tria Rüsselsheim ein rundum erfolgreicher Saisonauftakt. Auch wenn im Team selbst die Hoffnung auf ein gutes Abschneiden vorhanden war, kam der souveräne Einstand für viele der etablierten Mannschaften durchaus überraschend. Die Veranstaltung war sehr sympathisch organisiert und bot beste Voraussetzungen für einen gelungenen Wettkampf. Nach der Siegerehrung gegen 11 Uhr blieb für alle noch genügend Zeit, den Muttertag mit der Familie zu verbringen. Umso schöner war es, dass der Auftakt nicht nur sportlich erfolgreich verlief, sondern auch die Vorfreude auf die kommenden Wettkämpfe steigerte: In dieser Saison stehen noch drei weitere Wettkämpfe in der Masterliga an.