Meine Reise von Rovereto ans Nordkap beim NC4K 2025 (Tag16)

Abreise von Honningsvåg nach Alta 205,95km 1.753hm 9:19:59Std. 

Die letzte Etappe und die Heimreise

Der vorletzte Tag unserer Reise führte uns nochmals über eine Strecke von rund 200 Kilometern in Richtung unseres Ziels Alta. Nach einem kleinen Frühstück machten wir uns gemeinsam mit Guillaume und einem weiteren Teilnehmer auf den Weg. Das Wetter präsentierte sich von seiner schönsten Seite, und der Weg am Fjord entlang ließ uns die Zeit auf dem Rad trotz der mittlerweile schweren Beine genießen. Noch einmal durchquerten wir den Nordkaptunnel und setzten unsere Fahrt fort. Irgendwann bogen wir rechts ins Gebirge ab, wo uns leider Regen erwartete – doch das waren wir ja mittlerweile gewohnt.

In Alta angekommen, legten wir einen letzten Stopp an einer Tankstelle ein, wo ich mir einen wohlverdienten Hot Dog gönnte. Danach machten wir uns auf den Weg zum Hotel und freuten uns schon auf das ausgiebige Frühstück am nächsten Tag. Am Abend ließen wir es uns bei einer Pizza gutgehen. Jetzt, da die Anspannung nachgelassen hatte, spürten wir erst, wie erschöpft wir wirklich waren. Anschließend fielen wir ins Bett und glitten sofort in einen tiefen Schlaf. In der Nacht wachte ich zwischendurch auf und musste erst einmal überlegen, wo ich war und ob ich tatsächlich aufs Rad musste oder nicht. Dieses Gefühl sollte mich noch einige Tage begleiten, denn mein Körper hatte noch nicht ganz realisiert, dass das große Abenteuer vorbei war.

Am nächsten Morgen genossen wir das Frühstück in aller Ruhe – ganz ohne Zeitdruck, was eine völlig neue Erfahrung war. Im Anschluss stand das Besorgen von Kleidung und Verpackungsmaterial für die Fahrräder auf dem Programm. Nach etwa drei Stunden waren die Bikes flugfertig verpackt, und wir nutzten die Zeit, um uns noch ein wenig in Alta umzusehen und ein leckeres Abendessen zu genießen – inklusive unseres ersten richtigen Biers auf der Tour.

Am darauffolgenden Morgen machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und trafen dort erneut auf viele der anderen Teilnehmer. Die Rückreise führte uns von Alta über Tromsø, Oslo und Kopenhagen bis nach Frankfurt. Während eines Zwischenstopps stellte ich fest, dass mein Rad nicht mehr im Flieger war, was mir einige Sorgen bereitete. Leider konnte mir niemand so recht weiterhelfen, also blieb mir nichts anderes übrig, als bis Frankfurt abzuwarten. Dort angekommen, erfuhr ich nach einigem Hin und Her, dass mein Rad auf eine andere Maschine umgeladen worden war und im Terminal 1 auf mich wartete. Die Erleichterung war groß.

Am Flughafen wurden wir herzlich von Uwe und Simone empfangen, was mich sehr gefreut hat. Martin holte uns schließlich mit dem Bus ab und brachte uns samt Fahrrädern nach Hause. Nach über 14 Tagen wurde ich von meinem Schatz und den Miezen begrüßt – ein wunderbares Gefühl, wieder zuhause zu sein. Dennoch sollte es einige Zeit dauern, bis ich wieder richtig im Alltag ankam.

In den darauffolgenden Tagen stand das Auspacken und Reinigen des Bikes sowie das Waschen der Kleidung und das Säubern der Taschen an. Zum Glück hatte ich noch ein paar Tage Urlaub, um die vergangenen Erlebnisse in Ruhe Revue passieren zu lassen.

Damit endet das große Abenteuer Nordkap 4000. Ich bin überglücklich, dass ich es erleben und erfolgreich zu Ende bringen durfte. Es war ein unvergessliches Abenteuer, das mich vermutlich ein Leben lang begleiten wird. Am Ende möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken, die mitgefiebert, angefeuert und mich motiviert haben. Ihr habt mich 14 Tage lang begleitet und so manchen schweren Kilometer etwas leichter gemacht. Dafür kann ich nur tausend Dank sagen – es hat mir unglaublich gutgetan zu wissen, dass so viele in Gedanken bei mir waren. Danke!