Achte Etappe vom NC4K von Söderbärke nach Delsbo 291,55km 2.665hm 12:45:00Std.
Halbzeit und Regen
Der gestrige Tag markierte einen ganz besonderen Moment unserer Reise: Wir erreichten die 2.000 Kilometer-Marke und feierten damit die Halbzeit. Dieses Gefühl war schlichtweg überwältigend – niemals zuvor bin ich eine so lange Strecke mit dem Rad gefahren. Doch die Freude wurde schnell von der Erkenntnis begleitet, dass noch einmal etwa 2.000 Kilometer vor uns lagen. Die Tour war also erst zur Hälfte geschafft.
Mit frischem Elan starteten wir in den achten Tag, entschlossen, die nächsten Kilometer bis zum Tagesziel Delsbo zu bewältigen. Die Unterkunft für die Nacht hatten wir am Vorabend problemlos gebucht. Nach kurzer Recherche fanden wir eine passende Übernachtungsmöglichkeit, die sich direkt an unserer Route befand und somit ideal für unsere Planung war.
Der Morgen zeigte sich jedoch wenig einladend: Starker Regen begleitete unseren Start und stellte uns vor die erste Herausforderung des Tages. Doch das Wetter konnte unsere Motivation nicht bremsen. Wir packten unser Equipment sorgfältig, ölten die Kette und machten uns – trotz des strömenden Regens – auf den Weg.
Die Suche nach Kaffee und einem Supermarkt entwickelte sich zur nächsten Prüfung, denn erst nach etwa 80 Kilometern konnten wir eine Pause einlegen und uns versorgen. Der restliche Tag verlief zufriedenstellend, auch wenn der Regen nicht nachließ und uns stundenlang begleitete. Mit der Zeit gewöhnte man sich jedoch an die Nässe – ist man einmal komplett durchnässt, spielt das Wetter irgendwann keine große Rolle mehr.
In Delsbo angekommen, führte eine kurze Schotterpassage direkt zu unserer Unterkunft. Dort erwartete uns ein schönes Quartier mit ausgesprochen herzlichen Gastgebern. Kaum angekommen, wurden wir direkt zu einem gehopften Kaltgetränk eingeladen – das wir jedoch zunächst ausschlugen, da die nassen Sachen dringend gewaschen werden mussten. Die Verfügbarkeit einer Waschmaschine stellte sich als echter Luxus nach den bisherigen Tagen heraus.
Später, als ich in der Bar der Scheune nach Zeitungspapier für unsere Schuhe fragte, gab es dann doch noch das angebotene Getränk. Die Gastgeber zeigten großes Interesse und erkundigten sich neugierig nach unserer Tour. Offenbar war bereits am Vorabend ein weiterer Teilnehmer bei ihnen eingekehrt. Auch hier begegneten uns die üblichen ungläubigen Blicke, als wir unser Vorhaben schilderten.
Nach einem angenehmen Gespräch ging es schließlich ins Bett. Doch bevor die wohlverdiente Nachtruhe begann, schauten wir uns noch die Route und die Unterkunft für die nächste Etappe an. Das nächste Ziel lautete Overhörnäs. Es blieb spannend, wie sich Wetter und Strecke am kommenden Tag präsentieren würden.
