Fünfte Etappe vom NC4K von Fürstenhagen nach Degeberga mit Fährfahrt von Swinemünde nach Ystad 192km, 1124hm, 07:12:48Std.
Der Sprung nach Skandinavien
Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht starteten wir mit Sonnenschein und einer liebevoll gepackten Lunchtüte unserer Gastgeber in Richtung Polen und schließlich zum Hafen. Unser heutiges Ziel: Skandinavien! Die Fähre von Swinemünde nach Ystad in Schweden wartete schon.
Die ersten 130 Kilometer der Tagesetappe führten uns über flaches Terrain, begleitet von bestem Wetter, das uns ein angenehmes Vorankommen ermöglichte. Schon bald überquerten wir die Grenze zu unserem fünften Land auf dieser Reise: Polen. Unterwegs trafen wir auf Fabio, mit dem wir gemeinsam bis zum Fährhafen weiterfuhren. Nach einem kurzen Stopp an einer Apotheke erreichten wir schließlich den Hafen, wo wir zusammen mit anderen Teilnehmern auf die Fähre rollten.
Vor uns lag eine etwa siebenstündige Überfahrt. Unsere Fahrräder verstauten wir zwischen Autos und Lastwagen, dann machten wir uns auf den Weg zum Deck. Für die Überfahrt hatten wir eine Kabine gebucht. Nach einer wohltuenden Dusche ließen wir uns im Bordrestaurant nieder und genossen das erste warme Essen im Sitzen und in aller Ruhe seit Rovereto. Gut gestärkt folgte ein erholsamer Mittagsschlaf in der Kabine.
Die Überfahrt verlief ruhig und bot Gelegenheit zur Regeneration. Gegen 19:00 Uhr erreichten wir das schwedische Festland. Nach dem Verlassen der Fähre machten wir uns durch Ystad auf die Suche nach einem Supermarkt – eine kleine Herausforderung angesichts der neuen Produkte, der fremden Sprache und der ungewohnten Währung. Schließlich fanden wir, gut ausgestattet mit schwedischen Köstlichkeiten, den Weg zurück auf die Strecke in Richtung Unterkunft.
Noch etwa 65 Kilometer lagen vor uns, bevor wir das Hostel erreichten. Kurz vor dem Ziel mussten wir noch einen Geldautomaten finden, um die in Schweden üblichen Zusatzkosten für Bettwäsche und Handtücher bar zu begleichen. Dank moderner Navigation fanden wir rasch einen passenden Automaten.
Im Hostel angekommen, erwartete uns eine einfache, aber saubere Unterkunft mit Dusche und Toilette auf dem Flur sowie zwei gemütlichen Betten – genau das Richtige für Bikepacker wie uns. Nach einer Dusche und einer kleinen Mahlzeit war es auch schon Zeit, ins Bett zu gehen, denn am nächsten Tag standen erneut über 300 Kilometer auf dem Programm. Das Ziel: Gränna und damit das Erreichen von Gate Nummer drei.
